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Samstag, 26. September 2020
Salzbergbau im Asse-Höhenzug im Kreis Wolfenbüttel (1899 - 1964)

Der Salzbergbau auf dem Asse-Höhenzug begann mit dem Abteufen des Schachtes ASSE I bei Wittmar in den Jahren 1899 bis 1901 zum Zweck des Kaliabbaus. 1906 gab es einen Wassereinbruch in der Asse I, in dessen Folge das Grubengebäude vollief und aufgegeben werden mußte.

Daraufhin wurde von 1906 bis 1908 1,5km östlich bei Remlingen der Schacht ASSE II bis zu einer Tiefe von 765m abgeteuft und ebenfalls Kalisalz abgebaut. 1916 wurde zusätzlich mit dem Abbau von Steinsalz begonnen. Infolge einer schweren Krise der deutschen Kaliindustrie nach dem ersten Weltkrieg wurde der Kaliabbau 1925 aufgegeben und nur noch Steinsalz abgebaut.

1911 wurde mit dem Abteufen des Schachtes ASSE III bei Klein-Vahlberg begonnen. Wegen unerwarteter Schwierigkeiten bei den Teufarbeiten und Verzögerungen durch den Ersten Weltkrieg wurde dieser Schacht erst 1921 mit einer Tiefe von 725m fertiggestellt. Als Folge der Krise in der deutschen Kaliindustrie wurde der Abbau auf dieser Schachtanlage niemals aufgenommen. Nach seiner Stillegung 1924 floß Wasser von oben zu. Heute steht in dem Schacht der Wasserspiegel bei ca. 9m unterhalb des Schachtdeckels.

Am 31. März 1964 wurde der auch der Steinsalzabau auf der ASSE II aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Bis dahin wurden von der 750m-Sohle bis zur 490m-Sohle 13 Teilsohlen mit insgesamt 131 Abbaukammern aufgefahren. Das Hohlraumvolumen dieses Salzbergwerks beträgt ca. 3,5 Mio Kubikmeter.

 
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